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Allgemein, Artist of the Month | von Angela Peltner | 1. Oktober 2026

Miss Marla: Unser Artist of the Month Oktober 2026 | recordJet

Miss Marla: Deutschrap mit Barbie-Attitude – Warum Miss Marla unser recordJet Artist of the Month im Oktober ist


Zeit ist Geld und Geld ist Macht – das hat Miss Marla, unser Artist of the Month im Monat Oktober chon früh verstanden. Die Rapperin bringt den Soundtrack fürs Game von der East Coast im zeitgemäßen Trap-Gewand nach Deutschland und macht dabei ziemlich schnell klar: Hier kommt niemand, der höflich um einen Platz am Tisch bittet.

Miss Marla nimmt ihn sich einfach.

Mit selbstbewussten Lyrics, markanten Vocals, Autotune und drallen Bässen bewegt sie sich irgendwo zwischen modernem Deutschrap, Trap und Club-Sound. Dazu kommt eine Ästhetik, die genauso wenig auf Understatement setzt wie ihre Musik: Barbie trifft Boss-Mentalität, Hochglanz trifft Straße, Attitude trifft eine ordentliche Portion Empowerment.

Miss Marla ist unser recordJet Artist of the Month im Oktober 2026. Und das hat mehr als einen Grund.

Von „Black Barbie“ zu „Money Counter Music“

Miss Marla veröffentlicht schon seit einigen Jahren regelmäßig neue Musik. Mit Tracks wie „Black Barbie“ (2024) und „Ich bin eine Diva“ (2025) steckt sie früh ihr eigenes musikalisches Terrain ab: selbstbewusst, laut und mit einem Sound, der sich hörbar an zeitgenössischem US-Rap orientiert, daraus aber sein eigenes Ding macht.

2025 folgt mit „Money Counter Music“ das Debütalbum. 15 Tracks, gemeinsam mit Ratmir und Prod Gordon, auf denen sich Miss Marla durch moderne Trap-Produktionen bewegt und weiter an ihrem eigenen Sound arbeitet. Was dabei auffällt: Miss Marla macht sich nicht kleiner, um irgendwo hineinzupassen. Geld, Status, Weiblichkeit, Selbstinszenierung und Erfolg dürfen in ihrer Welt nebeneinander existieren – und zwar ohne Rechtfertigung.

Der Vergleich mit einer jungen Missy Elliott, der bei Miss Marla schnell im Raum steht, kommt nicht nur durch den Drip. Es ist auch diese Lust daran, eine eigene Welt zu bauen und sich darin nicht nach den Regeln anderer zu bewegen.

„YOUNG BARBIE LIFE“: Miss Marla dreht 2026 weiter auf

Ausruhen auf dem ersten Album? Keine Chance.

Im März 2026 erscheint die sechs Tracks starke EP „YOUNG BARBIE LIFE“, gemeinsam mit Prod Gordon. Schon Titel wie „BE BARBIE OR DIE TRYIN“, „BLACK BARBIE EFFECT“, „PAGANI“ oder „BEBII“ zeigen: Die Barbie-Ästhetik ist bei Miss Marla längst mehr als ein einzelner Songtitel. Sie gehört zu der Welt, die sie rund um ihre Musik erschafft.

Dabei klingt sie keineswegs nach Plastikfantasie. Unter der glänzenden Oberfläche liegen düstere Trap-Beats, schwere Bässe und eine Künstlerin, die immer genauer zu wissen scheint, wie sie klingen möchte. Miss Marla hält das Tempo hoch. 2026 folgen Singles wie „U Wish“, „Time Is Money“, „They Need Me“ und „Blow Sum More“. Mit „Again & Again“ ist seit September bereits der nächste Track draußen.

Gerade „Time Is Money“ bringt vieles von dem zusammen, was Miss Marlas Sound ausmacht: moderner Rap, selbstbewusste Delivery und eine Produktion, die mindestens genauso gut im Club wie auf Kopfhörern funktioniert.

244 Bewerbungen – und eine Wildcard für Miss Marla

In diesem Jahr haben recordJet und Music Change Germany wieder einen Wildcard-Slot für den FLINTA* Music Force Showcase beim Reeperbahn Festival ausgeschrieben.

Die Resonanz war gewaltig: 244 Artists haben sich beworben. 244 unterschiedliche Sounds, Geschichten und Perspektiven – und eine entsprechend schwierige Entscheidung. Am Ende hat Miss Marla überzeugt. Mit ihrer Musik, ihrer eigenen Ästhetik und vor allem mit dem Gefühl, dass hier eine Künstlerin gerade sehr genau herausfindet, wohin sie will. Am 16. September stand sie im Hamburger Schmidtchen gemeinsam mit Charlotte Colace, Mine und lùisa auf der Bühne und schloss als Wildcard-Gewinnerin das diesjährige FLINTA* Music Force Showcase ab. Ihr Auftritt war fulminant.

Und genau dafür ist diese Wildcard gedacht: Artists nicht erst dann eine Bühne zu geben, wenn sowieso schon alle über sie sprechen, sondern dann, wenn es spannend wird.

Female Rap ohne Bitte um Erlaubnis

Deutschrap war lange genug ein Raum, in dem Frauen vor allem erklärt wurde, wie sie aufzutreten, auszusehen oder zu klingen haben. Umso spannender ist eine Generation von Rapperinnen, die diese Regeln zunehmend ignoriert.

Miss Marla gehört genau dort hinein. Ihre Musik muss sich nicht zwischen feminin und hart entscheiden. Zwischen Barbie und Business. Zwischen Autotune und Bars. Zwischen Club und Rap.

Sie nimmt sich aus all diesen Welten das, was sie braucht, und baut daraus ihre eigene. Vielleicht ist genau das die interessanteste Seite an Miss Marla: Hinter all dem Drip, dem Barbie-Vokabular und der demonstrativen Selbstsicherheit steckt eine ziemlich konsequente künstlerische Haltung.

Ich bestimme selbst, wie ich aussehen will. Ich bestimme selbst, wie ich klingen will. Und ich bestimme selbst, welchen Platz ich einnehme.

Warum Miss Marla unser recordJet Artist of the Month im Oktober ist

Vom Debütalbum „Money Counter Music“ über „YOUNG BARBIE LIFE“ bis zu den zahlreichen Singles des Jahres 2026: Miss Marla entwickelt ihren Sound gerade in einem Tempo weiter, bei dem es Spaß macht zuzuhören.

Und nachdem sie sich unter 244 Bewerbungen die Wildcard für den FLINTA* Music Force Showcase gesichert hat, freuen wir uns umso mehr, sie jetzt noch einmal ins Rampenlicht zu stellen.

Miss Marla ist unser recordJet Artist of the Month im Oktober.

Und wenn ihr wissen wollt, warum: Hört rein.

Time is money, schließlich.


Mehr von Miss Marla auf Instagram, Spotify, YouTube und Apple Music. Einmal im Monat präsentiert recordJet den Artist of the Month. Gewählt von der recordJet-Crew, wird ein recordJet-Artist prämiert, der uns besonders gut gefällt. Schaut doch mal auf unserer AotM-Playlist vorbei.