MUSIK ZÄHLT: Wie leben und arbeiten freie Musiker:innen in Deutschland?
Freie Musiker:innen in Deutschland – das ist deine Chance
Wie leben und arbeiten freie Musiker:innen in Deutschland? Die Studie freie Musiker Deutschland MUSIK ZÄHLT möchte genau das herausfinden: Kann man von Musik leben? Wie viel unbezahlte Arbeit steckt in einer Musikkarriere? Welche Kosten tragen selbstständige Musiker:innen – und was müsste sich verändern, damit eine langfristige Karriere in der Musik möglich ist? Der PRO MUSIK – Verband freier Musikschaffender e. V. untersucht gemeinsam mit Partner:innen die Arbeits- und Lebensrealität freier Musikschaffender in Deutschland.
PRO MUSIK – und warum wir das unterstützen
PRO MUSIK setzt sich für die Interessen selbständiger Musiker:innen in Deutschland ein. Vielleicht hast du den Namen bereits in einem anderen Zusammenhang wahrgenommen: PRO MUSIK war u.a. Präsentationspartner unseres FLINTA* Music Force Showcases beim Reeperbahn Festival 2026. Eine Partnerschaft, die zeigt, dass wir ähnliche Werte teilen durch faire Bedingungen, mehr Sichtbarkeit und nachhaltige Strukturen für Independent Artists.
Jetzt bringt PRO MUSIK die Studie MUSIK ZÄHLT auf den Weg.Denn damit sich die Bedingungen für dich als Musiker:in verbessern können, muss zunächst sichtbar werden, wie diese Bedingungen überhaupt aussehen. Und dafür braucht es vor allem eines: möglichst viele Musiker:innen, die von ihrer eigenen Realität erzählen. So wie du! Also würde es uns sehr freuen, wenn du bei der Umfrage mitmachen würdest.
Was ist die Studie MUSIK ZÄHLT?
MUSIK ZÄHLT ist eine Studie zur Arbeits- und Lebenssituation freier Musikschaffender in Deutschland. Sie soll sichtbar machen, unter welchen wirtschaftlichen und strukturellen Bedingungen Musiker:innen wie du heute arbeiten.
Dabei geht es unter anderem um: Wie setzt sich dein Einkommen als freie Musiker:in zusammen? Wie viel Arbeit rund um deine eigene Musik bleibt unbezahlt? Welche Kosten und finanziellen Risiken trägst du als Artists selbst? Welche strukturellen Hürden begegnen dir im Berufsalltag? Und an welchen Stellen besteht für dich Veränderungsbedarf?
Das Ziel ist eine möglichst breite und belastbare Datengrundlage, die anschließend in die Arbeit gegenüber Politik, Förderung und anderen Entscheidungsträger:innen einfließen kann, die immer noch viel zu wenig über die Realität eines Artists weiß. Das gilt es zu ändern.
Warum braucht es Daten über freie Musiker:innen in Deutschland?
Wer selbst Musik veröffentlicht, weiß: Zum Beruf als Musiker:in gehört heute sehr viel mehr, als Songs zu schreiben, aufzunehmen oder Konzerte zu spielen.
Releases müssen geplant, Social-Media-Kanäle bespielt, Promo organisiert, Förderanträge geschrieben, Abrechnungen geprüft, Rechnungen gestellt und das nächste Konzert vorbereitet werden. Ein großer Teil deiner Arbeit findet hinter den Kulissen statt und nicht jede Arbeitsstunde taucht am Ende auf einer Rechnung auf.
Wie die wirtschaftliche Realität freier Musikschaffender tatsächlich aussieht, lässt sich aber nur beurteilen, wenn es dazu ausreichend Daten gibt. Genau hier setzt MUSIK ZÄHLT an.
Warum solltest du als Musiker:in bei MUSIK ZÄHLT mitmachen?
Ganz einfach: Weil deine Erfahrung zählt.
Je mehr freie Musikschaffende an der Befragung teilnehmen, desto genauer kann die Vielfalt der Musikszene abgebildet werden. Unterschiedliche Genres, Regionen, Tätigkeitsfelder, Karrierephasen und Erwerbsmodelle gehören gleichermaßen dazu.
Die Studie bietet dir die Möglichkeit zu zeigen, wie dein Berufsalltag tatsächlich aussieht: Was funktioniert gut? Wo stößt du immer wieder an Grenzen? Welche Arbeit bleibt unsichtbar? Welche Unterstützung fehlt? Und was müsste sich verändern?
Schließlich sollte in der Debatte über die Bedingungen in der Musikbranche nicht nur über Musiker:innen gesprochen werden, sondern mit ihnen.
Wer kann an der Studie MUSIK ZÄHLT teilnehmen?
Die Befragung richtet sich an freie Musikschaffende in Deutschland. Entscheidend für die Aussagekraft der Studie ist, dass möglichst unterschiedliche Menschen aus der Musikszene teilnehmen und ihre jeweiligen Arbeits- und Lebensrealitäten einbringen.
Denn es gibt nicht die eine Musiker:innenkarriere – und entsprechend sollte eine Untersuchung der Branche auch möglichst viele unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen.
Wann startet MUSIK ZÄHLT – und wie kannst du mitmachen?
Die Befragung MUSIK ZÄHLT startet am 5. Oktober und endet sechs Wochen später, am 16. November 2026. Du solltest dir ungefähr zehn Minuten dafür Zeit nehmen. Hier kannst du deine Fragen an Louisa oder Mario von PRO Musik stellen, falls du welche hast.
Wenn du selbst freie:r Musiker:in bist, nimm dir die Zeit und mach mit. Und wenn du andere Musikschaffende kennst, für die die Studie relevant ist: Schick ihnen den Link, teile den Aufruf oder erzähl ihnen davon.
Denn je mehr Musiker:innen ihre Erfahrungen einbringen, desto besser lässt sich zeigen, unter welchen Bedingungen freie Musik heute tatsächlich entsteht.
Musik zählt. Und die Menschen, die sie machen, auch.
bisschentill
recordJet
Bastian Bochinski